Die Teams und Fahrer der World Series by Renault rundeten am vergangenen Wochenende ihren September-Marathon auf dem legendären Circuit Bugatti in Le Mans ab. 95ʼ000 Zuschauer nahmen die Einladung von Renault an und feierten mit Oliver Rowland und Fortec Motorsports bereits den Meister der Formula Renault 3.5 Series. Die Sieger der diesjährigen Renault Sport Trophy sind ebenfalls bekannt: Dario Capitanio und David Fumanelli. Ein Schweizer Duell der Superlative konnten die Zuschauer im Eurocup Formula Renault 2.0 geniessen. Für die Show im Infiniti Red Bull Racing F1 und im Neuen Megane GT sorgten Sébastien Buemi und Jean Ragnotti.
Eurocup Formula Renault 2.0

Im freien Training des Eurocup Formula Renault 2.0 untermauerten die beiden führenden Schweizer Piloten ihre Hochform. Kevin Jörg trumpfte am Freitag mit der Bestzeit auf, Louis Delétraz fuhr auf Platz drei. Ihre beiden Schweizer Kollegen, Darius Oskoui und Hugo de Sadeleer, schlossen im Verlauf des Tages näher an die Spitze auf.

Mit der Bestzeit in den Quali-Läufen der jeweiligen Gruppe setzten Kevin Jörg und Louis Delétraz ein klares Zeichen. Nach dem Start aus der ersten Reihe begann das Duell der beiden Schweizer. Ein dritter Fahrer, Ben Barnicoat (Fortec Motorsports), nutzte diese Chance bereits in der ersten Runde und «stahl» ihnen den Sieg. Nach einem eher schwierigen Vormittag während der Qualiläufe verbesserten sich Darius Oskoui und Hugo de Sadeleer während des Rennens, das sie nahe an den Punkterängen abschlossen.

Am Sonntag konnten sich Kevin Jörg und Louis Delétraz in der Startaufstellung wieder unter den ersten Fünf einreihen. Ein eher verhaltener Start kostete aber Zeit und Plätze. Sie fuhren an siebter und achter Position über die Ziellinie. Den Sieg holte sich der Franzose Anthoine Hubert. Die Anstrengungen von Darius Oskoui und Hugo de Sadeleer wurden wiederum schlecht belohnt. Sie erreichten die Top Ten nicht und gingen somit auch punktemässig leer aus.

Vor dem finalen Wochenende in Jerez teilen sich Louis Delétraz und Kevin Jörg die Führung im Eurocup Formula Renault 2.0 mit exakt gleich vielen Punkten (163 Punkte). Das ist ein – vielleicht – gefährlicher Vorteil. Nicht weniger als sechs Fahrer lauern dahinter, um ihnen am Finale den Sieg, und damit auch den Meistertitel, wegzuschnappen. Darius Oskoui steht bei den Rookies auf dem zweiten Platz. Und Hugo de Sadeleer wird natürlich alles daran setzen, um das Ende der Saison mit den ersten Punkten zu schmücken.

Formula Renault 3.5 Series

Im freien Training der Formula Renault 3.5 Series gaben Oliver Rowland und Tom Dillmann den Ton an. Bei den Qualiläufen setzte sich der Brite durch. Im Rennen nutzte er seine Chance, um sich dem Meistertitel einen grossen Schritt zu nähern. Seinem Rivalen, Matthieu Vaxiviere, wurde nach wiederholtem Überfahren der Pistenbegrenzungen eine Boxenstrafe aufgebrummt. Mit diesem Zeitverlust schwanden seine Chancen auf den Titel.

Nur mit einem Sieg am Sonntag hätte der Franzose seine Titelchancen intakt halten können. Er biss sich aber an Egor Orudzhev die Zähne aus. Der Russe feierte in Le Mans seinen zweiten Saisonsieg. Mit dem achten Rang in diesem zweiten Rennlauf sicherten sich Olivier Rowland und das Team von Fortec Motorsports vorzeitig den Meistertitel.

Renault Sport Trophy

Im freien Training der Renault Sport Trophy führte David Fumanelli, der sich in der Quali auch die Pole Position für das Rennen der Sprint Élite sicherte. Die Wertung der Prestige-Fahrer gewann Richard Gonda, der aus der Pole Position in das Endurance-Rennen startete. Der französisch-slowakische Doppelbürger fuhr mit seinem Team-Kollegen Andrea Pizzitola vor den Team Pieter Schothorst – Max van Splunteren und David Fumanelli – Dario Capitanio auf den ersten Platz. Nach dem Ausschluss des holländischen Teams konnten die Italiener bereits den ersten Meistertitel in der Geschichte der Renault Sport Trophy feiern.

Mit diesem Titel in der Tasche liessen sich Dario Capitanio und David Fumanelli in der Sprint-Prüfung nicht mehr aufhalten und holten an diesem Wochenende ihre zweite Krone ab. Als Sieger in der Kategorie Prestige qualifizierte sich das Team für die Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans in einem Prototypen der LMP2-Klasse.

In der Kategorie Élite erarbeitete sich David Fumanelli wieder Chancen auf den Meistertitel. Im Zwischen-klassement führt Andrea Pizzitola.

Finale der World Series by Renault am 17.-18. Oktober 2015 in Jerez (S)

Da grosse Finale der World Series by Renault findet am Wochenende des 17./18. Oktober 2015 in Andalusien statt. Für Spektakel und Spannung auf dem Circuit in Jerez ist gesorgt: in vier Kategorien wird noch um den Meistertitel gefahren!

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Weitere Informationen zur World Series by Renault auf www.worldseriesbyrenault.com

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