Nicht zwingend die WM, aber zumindest der Aufenthalt in Porto Seguro neigt sich für das Schweizer Nationalteam dem Ende entgegen. Die Mannschaft wird am Sonntag nach São Paulo reisen.

Nach dem kräfteraubenden Spiel vom Mittwoch in Manaus und über 2700 km Flug zurück ins Camp im Bundesstaat Bahia war der Freitag ein sprichwörtlicher Frei-Tag. Die Spieler hatten nach einem freien Abend davor auch tagsüber ein paar Stunden zu ihrer Verfügung, Training stand keines im Kalender. Derweil bereitete der Staff bereits den Achtelfinal vor. Er hatte logistische Aufgaben zu lösen. Unter anderem wurde kommuniziert, dass mit der Abreise am Sonntag nach 22 Tagen das Kapitel Porto Seguro zugeschlagen wird.

Zwei Optionen

Am kommenden Dienstag entscheidet sich in der Arena Corinthians, ob das WM-Abenteuer für die Schweiz und damit auch die Karriere von Ottmar Hitzfeld in eine weitere Runde geht. Das Programm sieht nun zwei Szenarien vor: Sollte die Schweiz am 1. Juli gegen Argentinien einen Exploit schaffen, würde sie tags darauf nach Brasilia weiterreisen, wo sie am Samstag auf den Sieger der Partie Belgien – USA träfe. Scheitert die SFV-Auswahl an Argentinien, ginge es tags darauf von São Paulo direkt nach Zürich zurück. Den Entscheid, sämtliches Material mitzunehmen und nicht mehr nach Porto Seguro zurückzukehren, macht reisetechnisch Sinn. Denn zur Vorbereitung des Viertelfinals, der im Estadio Mané Garrincha von Brasilia auf 1172 Meter über Meer ausgetragen wird, stünden nur vier anstatt wie in der Vorrunde fünf Tage zur Verfügung.

Erst eine Zwischenbilanz – die Schlussbilanz folgt

Verbandspräsident Peter Gilliéron zeigte sich zwei Tage nach dem 3:0 gegen Honduras angetan davon, nicht ein Ausscheiden nach der Gruppenphase resümieren zu müssen. «Ich bin froh, dass ich Zwischenbilanz und nicht Schlussbilanz ziehen darf.» Der oberste SFV-Vertreter wollte auch nicht über das nahende Ende der Zusammenarbeit mit Ottmar Hitzfeld reden. «Schlussfolgerungen werde ich erst nach dem wirklich letzten Spiel unter ihm ziehen.» Noch einmal sollen alle ihren Teil dazu beitragen, um die Amtszeit des deutschen Coaches um ein paar Tage zu verlängern. «Jeder hat eine definierte Aufgabe. Auch unser Hinterraum ist mit Peter Knäbel und Alex Miescher gut besetzt.»

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