Erneut Kehrtwende beim Projekt eines Schaffhauser Fussballstadions: Dem Stadtparlament wird nun – wie ursprünglich geplant – beantragt, das Stadion im Herblingertal mit einmalig 2 Millionen Franken und jährlich wiederkehrend 60’000 Franken zu unterstützen. Die Idee, das Land im Baurecht abzugeben, ist vom Tisch.

Stadtrat Urs Hunziker bestätigte am Mittwoch eine Meldung der „Schaffhauser Nachrichten“ und des Regionaljournals Zürich-Schaffhausen von Radio SRF, wonach die Geschäftsprüfungskommission (GPK) die Baurechtslösung als zu risikoreich beurteilt hat.

Die GPK habe den Antrag an den Grossen Stadtrat im Einverständnis mit dem Stadtrat im Sinne einer früheren Finanzierungsvariante geändert. Verzichtet wird allerdings auf das damals vorgesehene zinslose Darlehen von 1 Million Franken.

Der vom Stadtrat im Frühling präsentierte Vorschlag sah vor, dass das Grundstück in zwei Parzellen unterteilt wird für das Stadion und für die Mantelnutzung. Die Stadt wollte das Land für das Stadion kaufen und im Baurecht an die Firma Fontana Invest zum Stadionbau abgeben.

Stadparlament entscheidet Mitte September

Bei ihren Abklärungen kam die GPK zum Schluss, dass bei einem vorzeitigen Heimfall des Stadions erhebliche Kosten zum Weiterbetrieb des Stadions auf die Stadt zukämen. Laut Hunziker müssten dann die Garderoben, die in nicht zum Stadionareal gehörenden Gebäuden geplant sind, für teures Geld zugemietet werden.

In der Kommission kamen auch Zweifel auf, ob die geplante Finanzierung des Landkaufs über einen bestehenden Rahmenkredit für Land- und Liegenschaftenerwerb rechtlich zulässig ist. Der Grosse Stadtrat entscheidet am 16. September über die Stadionvorlage.

Die nun geplante städtische Unterstützung des Fussballstadions entspricht jener für das Nationale Handball Trainings- und Leistungszentrum Schweizersbild (NHTLZ). Auch dort ist eine Anschubfinanzierung von 2 Millionen Franken und ein jährlich wiederkehrender Beitrag (180’000 Franken) vorgesehen.

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