Konzept „Orion Stargazing Companion“ jedoch nur schwer umzusetzen

Forscher am Institut Supérieur de Design http://bit.ly/1AeBs5j haben mit „Orion Stargazing Companion“ ein visionäres Gerät konzipiert, das mithilfe moderner Ortungstechnologie Sternbilder visualisiert. Obwohl bisher nur ein Konzept, braucht das handtellergrosse Gerät nur an einen beliebigen Ausschnitt des Sternenhimmels gehalten werden und blendet auf dem transparenten Bildschirm die großen Sterne im Sichtfeld sowie die sich durch deren Verbindungen ergebenden Sternbilder ein.

„Nette Design-Idee“

„Das funktioniert wahrscheinlich ähnlich wie eine Handy-App mit sehr genauer Lokalisierung und es ist dementsprechend auch realisierbar“, so Hannes Richter, Astronom am Planetarium Wien http://planetarium-wien.at , im Gespräch mit pressetext. Es handelt sich dem Experten zufolge jedoch eher um eine „nette Design-Idee“, die nicht zur Serienreife gelangen werde.

Das Tool könnte allen interessierten Laien dabei helfen, Sternbilder am Nachthimmel zu identifizieren. Durch Bewegung näher hin zum Gesicht des Betrachters wird gezoomt, die Sternbilder verschwinden und statt dessen erscheinen Detailinformationen. Durch Schütteln des Geräts kann wieder von vorne begonnen werden.

Ein USB-Stick im Haltegriff des Orion Stargazing Companion beinhaltet Batterie und Software, die über einen Computer geladen beziehungsweise aktualisiert werden können. Durch einen kleinen eingebauten Projektor kann der beobachtete Sternenhimmel an Zimmerdecken projiziert und weiter studiert werden.

Skepsis über Nutzen

Richter erklärt seine Skepsis durch mangelnde Übereinstimmung der Grössenverhältnisse: Es könne zwar das dem betrachteten Himmel entsprechende Bild geladen und angezeigt werden, doch eine Übereinstimmung zwischen dem Himmelsbild und dem eingeblendeten Sternbild sei kaum realisierbar.

„Sternbilder am Nachthimmel sind ausgedehnte Himmelsregionen. Das Gerät hat einen Durchmesser von etwa zwölf Zentimetern. Wenn ich ein gesamtes Sternbild abbilden will, muss das Gerät zu knapp ans Auge gehalten werden, um einen ausreichenden Ausschnitt anzuzeigen und ein Sternbild wirklich mit der Anzeige zur Überlappung zu bringen. So knapp vor dem Auge ist es allerdings kaum möglich, auf dem Bildschirm etwas sinnvoll zu erkennen“, so Astronom Richter abschliessend.

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