Das Theater Kanton Zürich ist nach «Nora oder Ein Puppenhaus» wieder zu Gast im Stadttheater Schaffhausen. Dieses Mal mit einer Komödie zum Kaputtlachen. Schräg, merkwürdig, bewährt französisch lustig.

Daten:
Sa 02. 04. 2016 17:30 Uhr
So 03. 04. 2016 17:30 Uhr

 

INHALT

Der Verleger Pierre Brochant und seine Freunde haben ein zynisches Hobby. Regelmässig veranstalten sie sogenannte «Dinner für Spinner», zu denen jeder abwechselnd einen möglichst absonderlichen Freak mitbringt: «Die Idioten wissen natürlich nicht, warum sie ausgewählt wurden und der Spass dabei ist, sie reden zu lassen», prahlt Brochant. Auch heute soll ein solches Treffen stattfinden. Und dieses Mal meint Brochant, das ganz grosse Los gezogen zu haben. Sein Spinner des Abends ist François Pignon, ein einfacher Angestellter beim Finanzamt und leidenschaftlicherStreichholz-Modell-Hobbybastler. Brochant ist siegesgewiss und voller Vorfreude da ereilt ihn ein Hexenschuss. Als kurz darauf sein «Spinner des Abends» vor der Tür steht, um ihn zum Dinner abzuholen, ist Brochant ihm hilflos ausgeliefert. Tatsächlich bringt Pignon durch einen Amoklauf der Tollpatschigkeit das Leben des Verlegers innerhalb weniger Stunden völlig durcheinander.

 
FRANCIS VEBER, Sohn eines Schriftstellerpaars, studierte zuerst Medizin und Geologie, bevor er beim Rundfunk seine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Er schrieb zahlreiche Drehbücher für den französischen und internationalen Film. Die Boulevardkomödie «Dinner für Spinner» wurde 1993 in Paris uraufgeführt. Veber, der auch die Drehbücher zu «Der grosse Blonde mit dem schwarzen Schuh» und «Ein Käfig voller Narren» verfasste, führte bei der Verfilmung des Stoffes selbst Regie. «Dinner für Spinner» ist
nicht weniger als ein Stück zum Kaputtlachen: Schräg, merkwürdig und bewährt französisch lustig.

 

BESETZUNG
PRODUKTION
Theater Kanton Zürich
REGIE
Felix Prader
BÜHNE
Werner Hutterli
KOSTÜME
Jessica Karge
DREHBUCH
Francis Veber
MIT
Katharina von Bock, Stefan Lahr, Andreas Storm, Siegmund Tischendorf

 

FELIX PRADER – REGIE

Felix PraderFelix Prader, 1952 in Zürich geboren, begann seine Theaterlaufbahn als
Regieassistent und ab 1974 als Regisseur am Theater am Neumarkt in
Zürich. Von 1975 bis 1977 war Prader bei Peter Stein, Klaus Michael
Grüber und Robert Wilson Regieassistent an der Schaubühne Berlin, wo er
ab 1977 auch eigene Regiearbeiten zeigte, u.a. Robert Walsers «Familienszenen» und Marivaux «Die Aufrichtigen». Mit Javier Tomeos «Mütter und Söhne» wurde er 1991 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Weitere Arbeiten folgten an den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen, u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Köln, im Theater im Turm in Frankfurt, am Residenztheater in München, den Wiener Festwochen, und an internationalen Bühnen, u.a. an der Comédie Française sowie am Spanischen Centro Dramático de Aragón. 1995 inszenierte Prader die deutschsprachige Erstaufführung von Yasmina Rezas «Kunst» mit Peter Simonischek, Udo Samel und Gerd Wameling an der Schaubühne Berlin. Die viel beachtete Aufführung wurde ans Berliner Renaissance-Theater übernommen und ab 2002 über 50 Mal am Burgtheater gezeigt. Prader arbeitete ab 2000 wiederholt am Renaissance-Theater in Berlin, er inszeniert hier 2001 und 2002 erneut Stücke von Yasmina Reza, die deutschsprachige Erstaufführung von «Drei Mal Leben» und «Reise im Winter» sowie Jean-Claude Grumbergs «Das Atelier», die deutschsprachige Erstaufführung von Edward Albees «Die Ziege oder Wer ist Sylvia?» u.a.

 

KATHARINA VON BOCK – MARLENE UND CHRISTINE

KatharinaKatharina von Bock studierte an der Hochschule für Theater und Musik in
Hamburg Schauspiel. Von 1993 bis 1997 war sie Ensemblemitglied am
Zürcher Schauspielhaus. Seit 1997 ist sie freiberuflich tätig mit Engagements u.a. am Theater Neumarkt, Stadttheater Bern, Casinotheater Winterthur, Zürcher Schauspielhaus, Theater und am Schauspiel Bonn. Hinzu kommen diverse Hörspielproduktionen für das Radio DRS, Lesungen und Arbeiten für Film und Fernsehen (u.a. «Grounding», «Lüthi & Blanc», «Hildes Reise», «Flamingo» und «Happy New Year»). Seit der Spielzeit 2010/2011 ist sie im Ensemble des Theater Kanton Zürich.

 

STEFAN LAHR –  PROF. ARCHAUMBAUD UND LUCIEN ROSS

SteffanStefan Lahr, geboren 1954, wuchs in Mainz auf. Er studierte Germanistik
und Kunstgeschichte, später Pädagogik in Münster und Mainz. Schlussendlich hatte er einen Abschluss als Diplompädagoge. Ab 1981
besuchte er privaten Schauspielunterricht. Engagements am Ernst-Deutsch-
Theater Hamburg, Theater Biel/Solothurn, Renaissance-Theater Berlin, Festspiele Bad Hersfeld, Stadttheater Bern, Staatstheater Wiesbaden, Theater Neumarkt Zürich, Schauspielhaus Zürich, Staatstheater Hannover, Bremer Theater, Bremer Shakespeare Company, Schauspiel Köln, Theater des Westens Berlin folgten. Seit der Spielzeit 2010/2011 gehört er zum Ensemble des Theater Kanton Zürich.

 

ANDREAS STORM – FRANCOIS PIGNON

andreasAndreas Storm wurde 1969 in Bremen geboren. Von 1992 bis 1995
besuchte er die Schauspiel Akademie Zürich. Von 1996 bis 1998 war er
Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit 1998
freischaffender Schauspieler, Regisseur und Sprecher in Zürich. Er
arbeitete u.a. am Theater Basel, Theater Konstanz, Theater Luzern, Theaterhaus Gessnerallee Zürich mit Regisseuren wie Sabine Harbeke, Katka Schroth, Crescentia Dünsser und Otto Kukla, Christina Friedrich, Katja Früh. Von 2001 bis 2004 entstand eine enge Zusammenarbeit mit dem Theater Neumarkt Zürich. Er ist Mitglied der Theatergruppe KMU Produktionen um den Autor und Regisseur Tim Zulauf. Darüber hinaus arbeitet er regelmässig mit dem Autor Simon Froehling zusammen, von dem er bisher drei Stücke uraufgeführt hat. 2005 wurde Andreas Storm von der Zeitschrift «Theater Heute» für seine Rolle im Stück «Schwimmen wie Hunde» als Nachwuchsschauspieler des Jahres nominiert. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist er festes Ensemblemitglied am Theater Kanton Zürich.

 

SIEGMUND TISCHENDORF – PIERRE BROCHANT

SiegmundSiegmund Tischendorf ist gebürtiger Österreicher und studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Ab 1980 im Engagement an diversen Theatern in Deutschland, der Schweiz und Österreich tätig. Unter anderem am Schlosstheater Moers, Staatstheater Hannover und Braunschweig, Theater Bern, Schauspielhaus Zürich und Casinotheater Winterthur. Ab 2001 ist Siegmund Tischendorf freischaffend mit einer eigener Produktionsfirma. Diverse Comedies wie «Caveman», «Männerabend», «Bigger than Jesus» (Koproduktion mit Theater am Neumarkt), «Lügen aber ehrlich» usw. wurden schon aufgeführt. Nebenbei ist er immer wieder in TV- oder Filmproduktionen zu sehen und ist auch als Sprecher engagiert.

 

 

 

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