13 Jahre nach dem letzten Auftritt des Cabaret Rotstift wagt sich Jürg Randegger noch einmal auf die Bühne. In Christian Jott Jennys Revue «Rotstift Reloaded» spielt der 80-Jährige sich selber.

 

Daten:
Do 31. MRZ 16 19:30 Uhr
INHALT
Mehr als ein halbes Jahrhundert ist es her, dass sich ein paar Lehrer aus Schlieren mit absurd-komischen Sketchen und Liedern in die Herzen des Schweizer Publikums spielten. 2002 war offiziell Schluss, höchste
Zeit also zurückzublicken auf eine Zeit, als es noch lustigeres als Katzenvideos gab. Christian Jott Jenny und das Schlieremer Staatsorchester beleuchten nach Paul Burkhard («Der kleine schwarze Niederdorf Hecht»)
und Margrit Rainer («Euse Rainer chönt das au») das Schaffen des ungebrochen beliebten Cabaret Rotstift, welches wie sonst vielleicht nur Emil und Mani Matter fest im deutschschweizerischen Bewusstsein
verankert ist. Alles, was Sie je über «Ruckzuck-Zackzack, Ufschlüsse Kollege» und die Schlieremer Chind wissen wollten und mehr, bietet «Rotstift Reloaded». Stargast des Abends ist Rotstiftlegende Jürg Randegger, der sich sein Ruhestand eigentlich etwas gemütlicher vorgestellt hat …

 

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CHRISTIAN JOTT JENNY, geboren 1980, begann seine musikalische Karriere als Zürcher Sängerknabe, seine erste Jazzband gründete er an der Zürcher Hochschule für Musik & Theater. Es folgte ein Studium in Berlin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Christian Jott Jenny ist Gründer und Leiter des Amts für Ideen, Satiriker als Gesellschafts-Tenor Leo Wundergut und Leiter des Festival da Jazz St. Moritz. JÜRG RANDEGGER, geboren 1935, absolvierte in Schlieren eine Ausbildung zum Primarlehrer. 1954 gründete Randegger mit Jörg Schneider zusammen das «Cabaret Äxgüsi». 1965 stiess Randegger zum «Cabaret Rotstift», einem der bekanntesten Kabarett- Ensembles der Schweiz. Bis 1999 war er an insgesamt elf Programmen beteiligt. Von 1975 bis 1999 moderierte Randegger den «Samschtig-Jass» des Schweizer Fernsehens, ebenso leitete er von 1984 bis 1988 den «Donschtig-Jass». In «Rotstift Reloaded» gibt er sein lange ersehntes Kabarett-Comeback.

 

BESETZUNG
PRODUKTION
Amt für Ideen, Witka Produktionen
REGIE
Christian Vetsch
REGIEASSISTENZ
Jeri Dubno
DRAMATURGIE
Sabine Boss
BUCH
Michi Rüegg
BÜHNE
Martin A. Fueter
KOSTÜME
Christine Fueter
MIT
Christian Jott Jenny, Jürg Randegger, Andreas Matti, Schlieremer Staatsorchester

 

BIOGRAPHIEN
CABARETT ROTSTIFT
CabarettDas «Cabaret Rotstift» war eines der bekanntesten Cabaret-Ensembles
der Schweiz und wurde das 1954 von einigen Lehrern aus Schlieren
gegründet. Mit einem Auftritt sollte Geld gesammelt werden, um Kinder
aus minderbemittelten Familien die Teilnahme an einem Skilager zu ermöglichen. Die Gründungsmitglieder waren Hedi Baumann, Isolde Füllemann, Werner von Aesch, Max Bürgi, Röbi Lips, Walter Witzig, Hans Scheuermeier und Heini Pfister. Von 1957 bis 1965 war Fredy Lienhard als Texter, Komponist, Pianist und als Darsteller dabei. Max Bürgi und Röbi Lips verliessen das Cabaret in den 1970er Jahren, dafür stiess 1977 Heinz Lüthi dazu. Jürg Randegger war seit 1965 dabei. 1956 entstand das zweite Programm, das auch im Radio und im Fernsehen gesendet wurde. 1985 wurde das «Cabaret Rotstift» mit dem Prix Walo ausgezeichnet. Nach einer letzten Tournee, mehr als 45 Jahren auf der Bühne und etwa 20 Programmen, verabschiedete sich das «Cabaret Rotstift» 2002 mit einer letzten Vorstellung am Ort ihres ersten Auftritts, dem Singsaal im Schulhaus Hofacker, vom Publikum. Von den Gründungsmitgliedern war nur noch Werner von Aesch mit dabei.

 

CHRISTIAN JOTT JENNY TENOR
ChristianRuttDer Tenor Christian Jott Jenny wurde 1980 geboren und startete seine
musikalische Karriere im Alter von 6 Jahren als Zürcher Sängerknabe. In
dieser Zeit trat er bereits solistisch in Mozarts Zauberflöte in verschiedenen
Produktionen hervor (z.B. am Zürcher Opernhaus unter Nikolaus
Harnoncourt). Als Knabensolist sang er bei den Salzburger Festspielen in Puccinis Tosca unter Herbert von Karajan. Schon als Gymnasiast studierte er an der Zürcher Hochschule für Musik & Theater Gesang und Schauspiel bei Prof. Daniel Fueter und Kurt Huber und gründete seine erste Jazzband, bei der er Klavier spielte. Der Schweizer Jazzpapst George Gruntz wurde sein erster und wichtigster musikalische Mentor in seinen jungen Jahren. Dank eines Stipendiums zog es ihn im Jahr 2000 nach Berlin, wo er an der renommierten Hochschule für Musik «Hanns Eisler» bei Tenor Reiner Goldberg im Hauptfach studiert. Zu seinen erarbeiteten Partien gehören «David» (Die Meistersinger von Nürnberg), «Tamino» (Die Zauberflöte), «Tanzmeister» (Ariadne auf Naxos), «Sporting Life» (Porgy & Bess), «Pedrillo» (Die Entführung aus dem Serail) «Fatty» (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) «Sam» (Street Scene) etc.

 

JÜRG RANDEGGER KABARETTIST UND MODERATOR
Ruegg RandeggerJürg Randegger ist ein Schweizer Kabarettist und Fernsehmoderator. Er absolvierte in Schlieren eine Ausbildung zum Primarlehrer. 1954 gründete Randegger mit Jörg Schneider zusammen das «Cabaret Äxgüsi». Knapp 10 Jahre später stiess Randegger zum «Cabaret Rotstift», einem der bekanntesten Cabaret-Ensembles der Schweiz. Bis 1999 war er an insgesamt 11 Programmen beteiligt, welche z. T. sehr erfolgreich waren. Von 1975 bis 1999 moderierte Randegger die Sendung «Samschtig-Jass» des Schweizer Fernsehens, er wurde dann von Monika Fasnacht abgelöst. Ebenfalls leitete er von 1984 bis 1988 die Sendung «Donschtig-Jass», welche ab 1988 von Urs Kliby moderiert wurde. Insgesamt war er so bei mehr als 400 Jass-Sendungen als Moderator tätig
ANDREAS MATTI-SCHAUSPIELER
Andreas MattiAndreas Matti wuchs in Gstaad auf und besuchte die Schule in Saanen. Im Anschluss absolvierte er die Ecole de Commerce in La Neuveville. Mit 21
Jahren besuchte er einen Vorkurs der Ecole des Beaux-Arts in Lausanne. Von 1983 bis 1987 absolvierte er eine Schauspielausbildung an der
Hochschule für Theater in Bern. Es folgten zwei Jahre im festen Engagement am Rheinischen Landestheater in Neuss. Seit 1990 ist Matti als freischaffender Schauspieler am Club 111 in Bern, am Schauspielhaus Zürich, bei 400 ASA, am Stadttheater Luzern und in anderen vorwiegend freien Theaterproduktionen tätig. Seit 1987 stand er auch in verschiedenen Filmen und Fernsehproduktionen in Deutschland und der Schweiz vor der Kamera, unter anderem in der Serie «Lüthi und Blanc» und den Filmen «Der Goalie bin ig» (2014), «Nachtlärm» (2011) und «Verdingbueb» (2010).
CHRISTIAN VETSCH-REGIE
Bild4Geboren 1970 in Zürich, studierte Christian Vetsch in seiner Heimatstadt
Mathematik und arbeitete mehrere Jahre als Primarlehrer, bevor er sich an
der Dimitrischule als Bewegungsschauspieler ausbilden liess. Am Beginn
seiner Theaterlaufbahn war er als Techniker, als freischaffender Schauspieler, Kursleiter und als Clown (beim Circus Monti mit der Clownpartnerin Silvana Gargiulo unter der Regie von Ueli Bichsel) tätig. Seine erste Regieassistenz absolvierte er im Volkshaus Zürich. Ein Vertrag als fester Regieassistent band ihn in der Spielzeit 2005/2006 an die Sparte Schauspiel des Luzerner Theaters, wo er unter anderem mit Regisseuren wie Herbert Fritsch, Peter Carp und Sabine Boss arbeitete. In gleicher Funktion wechselte er ans Theater Basel, wo er in der Spielzeit 2007/2008 auch zum «Künstlerischen Projektleiter der Kleinen Bühne» wurde. Seither ist Vetsch freischaffend tätig, übernahm jedoch nochmals die Projektleitung bei der Freilichtaufführung von Orffs «Carmina burana» für das Theater Basel. Seine letzen eigenen Regiearbeiten am Theater Basel waren die Theaterprojekte «Bettini-Linguini» mit dem Schauspieler Andrea Bettini, «Schlacht um Basel» (ein Projekt über den Uraufführungsskandal um den «Stellvertreter von Rolf Hochhuth») und «Terrorizm» nach einem Stück der Brüder Presnjakow. Ausserdem zeichnete er für die Choreographie der Swiss Army Concert Band am «Tattoo on stage» im KKL Luzern verantwortlich.

 

SABINE BOSS-DRAMATURGIE
Sabine BossSabine Boss ist 1966 in Aarau, Schweiz, geboren. Sie arbeitete als Radiomoderatorin bei LoRa und DRS 3, später als Tontechnikerin bei Film
und Theater. Von 1992 bis 1996 absolvierte Sabine Boss ihre Ausbildung zur Filmregisseurin an der Zürcher Hochschule der Künste, worauf diverse
Regieassistenzen und Auftragsarbeiten für den SRF folgten. 1998 wurde Sabine Boss freie Mitarbeiterin bei SRF. Ein Jahr später begann sie als Regisseurin für TV3 zu arbeiten. Seit 2000 ist sie freischaffende Autorin und Regisseurin für Film, Fernsehen und Theater und im Jahr 2014 erhielt sie für ihr Werk «Der Goalie bin ig» den Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Spielfilm & bestes Drehbuch.

 

 

 

 

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