Am Zukunftsforum in Friedrichshafen stellt ein internationales Forscherteam die Ergebnisse seiner Studie «Bodensee 2030» vor. Dabei geht es um Entwicklungen und Trends betreffend Wirtschaft, Tourismus, Arbeitsmarkt und Raumplanung. Die Internationale Bodensee-Hochschule IBH hat das Gemeinschaftsprojekt der Universitäten St. Gallen, Liechtenstein, Konstanz und der Zeppelin Universität gefördert.

 

In welche Richtung entwickelt sich die Bodenseeregion? Ein internationales Forscherteam lädt am Freitag, 15. April, zu einem Zukunftsforum an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Ausser der Zeppelin Universität sind die Universität Liechtenstein, die Universität Konstanz und die Universität St.Gallen am Projekt «Bodensee 2030» beteiligt. Mit finanzieller Unterstützung der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH will das Forschungsprojekt die mittel- bis langfristige Entwicklung der Bodenseeregion antizipieren. «Bodensee 2030» konzentriert sich auf die Herausforderungen einer innovativen Wirtschaftsentwicklung. Mit welchen Herausforderungen und Trends wird die Region konfrontiert werden? Wie kann sie darauf reagieren? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

 

Grenzüberschreitende Studie
In der Bodenseeregion gibt es zwar bereits viele regionalpolitische Strategien, eine zusammenhängende vorausschauende Auseinandersetzung mit langfristigen Entwicklungen fehlt aber bisher. Der Grossteil dieser Strategien beschäftigte sich mit subnationalen Einheiten wie beispielsweise das Regionalentwicklungsprogramm des Kantons St.Gallen oder konkreten Themen wie etwa der Tourismusstrategie Vorarlberg. Viele globale Entwicklungstrends wie der demografische Wandel, technologische Entwicklungen oder die zunehmende Mobilität machen nicht Halt vor der Bodenseeregion. Das Forschungsprojekt «Bodensee 2030» kann deshalb einen wichtigen Beitrag leisten. Es identifiziert Entwicklungstrends in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Arbeitsmarkt und Raumplanung.

Zukunftsbilder diskutieren
Das Forscherteam stellt nun in Friedrichshafen erste Ergebnisse seiner Studie vor und will diese mit den Teilnehmenden diskutieren. «Wir sehen uns als Teil eines Denkraumes für die Zukunft der Bodenseeregion», erklärt Dr. Roland Scherer, Direktor des Instituts für Systemisches Management und Public Governance der Universität St.Gallen. Für die Studie hatte er mit Forschenden aller beteiligten Hochschulen gegen 1’000 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in der Region befragt. Die Rückmeldungen wurden anschliessend in Workshops diskutiert. Daraus hat das Forscherteam dann Hypothesen für die künftigen Herausforderungen der Bodenseeregion formuliert. «Am Zukunftsforum in Friedrichshafen wollen wir Zukunftsbilder der Region zur Diskussion stellen», sagt Roland Scherer. «Wenn man etwa die Region als „Grossstadt Bodensee“ ohne echte Metropole betrachtet – was heisst das nun für die Raumentwicklung?» Oder wenn man von einer «Industrieregion Bodensee 4.0» spreche, dann fehle eben eine technische Hochschule im Bodenseeraum, führt Scherer als Beispiele an.

 

Die Teilnahme am Zukunftsforum «Bodensee 2030» ist kostenlos. Der Anlass dauert von 9.30 bis 16 Uhr. Anmelden kann man sich per E-Mail an http://margareta.brugger@unisg.ch oder per Fax an +41 71 224 25 36.

Weitere Informationen: http://www.bodenseehochschule.org

 

 

IBH verbindet 30 Hochschulen in vier Ländern
Die Internationale Bodensee-Hochschule IBH ist der grösste hochschulartenübergreifende Verbund Europas. Die 30 Mitgliedshochschulen in den vier Ländern Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Schweiz bilden ein aktives Netzwerk und nutzen Synergien zum gemeinsamen Vorteil, in dem sich Hochschulen, Forschende, Lehrende und Studierende vernetzen sowie Wissen und Ressourcen austauschen. Die IBH will damit einen Beitrag zu relevanten Themen in der Bodenseeregion leisten. Die Finanzierung der IBH setzt sich aus Beiträgen der Länder und Kantone der Internationalen Bodenseekonferenz und dem Interreg-V Programm „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ zusammen.

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