Jens Lampater hat einen aufregenden Job. Einerseits ist er 
Kulturbeauftragter der Stadt Schaffhausen, andererseits für die 
Gesamtleitung des Schaffhauser Stadttheaters zuständig.

W1_SH_004_PP_1sp_boxAls ehemaliger Dramaturg kennt sich Jens Lampater in der Theaterszene hervorragend aus. Seiner langjährigen Erfahrung in englischen, deutschen und Schweizer Theatern kann das Schaffhauser Stadttheater viel abgewinnen. Dank seiner englischen Wurzeln weiss er unter anderem viel über Shakespeare. Werfen wir dem sympathischen Deutschen einen Blick über die Schultern und erfahren von ihm, was er an Schaffhausen am meisten schätzt.

Das Hobby zum Beruf gemacht
Geboren wurde Jens Lampater 1976 als Sohn eines Deutschen und einer Engländerin in Ulm. Das Theater faszinierte ihn schon immer, weshalb er Literatur- und Theaterwissenschaft sowie Anglistik in München und London studierte. Er absolvierte noch ein Zusatzstudium im Bereich Kulturmanagement in London und arbeitete dort als Dramaturg im Globe Theatre. Später kam er nach Deutschland zurück und arbeitete als Dramaturg im Theater Ulm. Bis 2009 war Jens Lampater als leitender Dramaturg am Theater St. Gallen. Im Februar 2010 begann er beim Schaffhauser Stadttheater und bei der städtischen Kulturförderung. Eine spannende, aber nicht zu unterschätzende Aufgabe, da er unter anderem die Veranstaltungstermine plant, Produktionen visioniert und Stückeinführungen hält sowie Personal und Finanzen unter einen Hut bringen muss. So finden im Stadttheater jährlich rund 80 eigene Veranstaltungen statt. Da das Theater auch vermietet wird, werden es über 100 Veranstaltungen im Jahr. Das Pensum für beide Tätigkeiten kann demnach stark variieren. Auf die Frage, welchen anderen Traumberuf er gerne

Über Jens Lampater In seiner Freizeit unternimmt Lampater viel mit seiner Familie, besonders mit seinem kleinen Sohn. Ansonsten geht er schwimmen, fährt Ski, spielt Golf oder kocht zuhause gern. Das Zusammensein mit Menschen ist ihm sehr wichtig. «Mein grösster Wunsch ist nicht unbedingt eine bestimmte Karriere, sondern zum Beispiel eher, später einmal Grossvater zu werden. Ich finde es schön, unser Kind ins Leben zu begleiten und bei der Entwicklung mitwirken zu können. Meinen beruflichen Weg will ich weitergehen und die Qualität unseres Angebots im Stadttheater weiter auszubauen.»

Über Jens Lampater
In seiner Freizeit unternimmt Lampater viel mit seiner Familie, besonders mit seinem kleinen Sohn. Ansonsten geht er schwimmen, fährt Ski, spielt Golf oder kocht zuhause gern. Das Zusammensein mit Menschen ist ihm sehr wichtig. «Mein grösster Wunsch ist nicht unbedingt eine bestimmte Karriere, sondern zum Beispiel eher, später einmal Grossvater zu werden. Ich finde es schön, unser Kind ins Leben zu begleiten und bei der Entwicklung mitwirken zu können. Meinen beruflichen Weg will ich weitergehen und die Qualität unseres Angebots im Stadttheater weiter auszubauen.»

ausgeübt hätte, antwortet er mit einem Schmunzeln: «Golfplatzarchitekt, weil ich gerne Golf spiele und gerne in der Natur draussen bin. Leider macht mein Beruf im Theater das viel zu selten möglich.» Trotzdem erfreut er sich an seinem hellen Büro, das viel Sonnenschein hineinlässt.

«Das Beste vor der Haustür»
Der gebürtige Ulmer lässt Humor an sich selbst nicht vermissen, was auch zu seinen Stärken gehört. Ein Spruch seiner Grossmutter hat ihn sehr geprägt: «Wenn es etwas wert ist getan zu werden, dann sollte es gut gemacht werden.» Von der Schweiz und insbesondere von der Stadt Schaffhausen ist er sehr angetan – nicht nur, was die Theaterkultur betrifft. «Ich verstehe nicht, warum so viele Menschen in exotische Länder reisen. Wir haben in Mitteleuropa so viel Tolles vor der Haustür», schwärmt er. «Schon die Ostschweiz hat so viele schöne Orte, da kommt es mir völlig suspekt vor, wenn jemand zwar Bali von Lombok, aber nicht einmal den Säntis vom Hohen Kasten unterscheiden kann.» Weiter meint Lampater: «Schaffhausen ist klein, aber man hat hier fast alles, was man braucht und ist schnell in der Innenstadt und auch in Zürich. Diese historische Verwurzelung der Dinge macht Schaffhausen attraktiv. Ich finde die ganze Region sehr schön.» ■

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