Deutschland und die EU-Kommission stellen eine Einigung über die PKW-Maut in Deutschland in Aussicht. Die Behörde in Brüssel spricht von «sehr weitreichenden Fortschritten». Was könnte das konkret bedeuten – auch für Schweizer Touristen?

Hier die wichtigsten Punkte, die auch ausländische Fahrer auf deutschen Strassen zu beachten hätten:

  • Die Maut gilt auf deutschen Autobahnen und Bundesstrassen.
  • Die Höhe der Maut richtet sich nach dem Alter des Fahrzeugs. Der Preis wird ebenso nach Umweltfreundlichkeit und dem Hubraum, der Motorgrösse, berechnet.
  • Die deutschen Autofahrer müssen eine Jahresvignette kaufen, zahlen dafür aber maximal 130 Euro im Jahr. Sie erhalten die Vignette mit dem Bescheid über die Mautgebühr per Post. Inländer sollen im Gegenzug bei der Kfz-Steuer entlastet werden – und zwar auf den Cent genau in Höhe der Maut.
  • PKW-Fahrer aus dem Ausland können im Internet und an Tankstellen eine Jahresmaut nach Fahrzeugeigenschaften zahlen. Daneben soll es für sie eine Zehn-Tage-Maut geben, nach Informationen der «Bild»-Zeitung für 5 bis 15 Euro, und eine Zwei-Monats-Maut, laut «Bild» für 16 bis 22 Euro.
  • Bei der geplanten 1:1-Erstattung für Inländer wird nun diskutiert, dass Besitzer besonders umweltfreundlicher Autos sogar etwas mehr herausbekommen könnten, als sie Maut zahlen. Das könnte als Umweltförderung deklariert werden und damit ein Stück weiter von einer direkten Maut-Kompensation wegrücken.
  • Wann die Maut kommen soll, ist noch unklar. Der Bundestag müsste einer abschliessenden Einigung mit Brüssel noch zustimmen.

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