Das Online-Streaming verdrängt DVDs zusehends. Immer mehr Konsumenten schauen sich Filme zu Hause direkt übers Internet an. Der Umsatz mit Angeboten wie Video auf Abruf stieg im vergangenen Jahr in der Schweiz um einen Viertel auf 46 Millionen Franken.

Demgegenüber sank der Absatz bei den DVDs um 14 Prozent auf 156 Mio. Franken, wie der Schweizerische Video-Verband (SVV) am Freitag mitteilte. Bei seinen Zahlen stützt sich der SVV auf Daten des Marktforschungsunternehmens Media Control.

Doch auch das Onlinegeschäft konnte den Rückgang des Gesamtumsatzes des Heimvideogeschäfts nicht aufhalten. Dessen Umsatz sank um 6 Prozent auf 259 Millionen Franken. Bereits im Vorjahr war der Umsatz um 23 Prozent zurückgegangen.

Nebst dem Vormarsch von Streaming-Angeboten wie Video auf Abruf bedränge das Schrumpfen von Verkaufsflächen das physische Geschäft, schrieb der SVV. Die Branche leide zudem unter dem starken Franken.

Auch der einstige Hoffnungsträger Blue-Ray konnte nicht mehr zulegen. Bei diesen hochaufgelösten Filmen auf Discs stagnierte der Umsatz bei 57 Millionen Franken. Im Vorjahr war mit Blue-Ray-Filmen noch rund 8 Prozent mehr umgesetzt worden.

Der SVV rechnet für die Zukunft weiterhin mit einem starken Wachstum des Streaming-Geschäfts. Doch das Geschäft werde durch illegale Angebote und einen „ungenügenden Rechtsrahmen“ gehemmt, wird SVV-Vizepräsident Patrick Schaumlechner im Communiqué zitiert

Verkaufsschlager war im vergangenen Jahr „Skyfall -James Bond 007“. Am zweitmeisten verkauft wurde Peter Jacksons „Der Hobbit“.

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