Auf dem Bio-Weingut Lenz in Iselisberg entsteht ein neues Kompetenzzentrum für Bio-Weinbau. Die Einweihung dieses Zentrums mit Erlebniskellerei ist auf Ende November geplant.  

Forschungs-
zusammenarbeit «Wir stehen erst am Anfang unserer Bio-Entwicklung, gerade was die Zusammenhänge zwischen Boden, Reben und Klima oder zwischen Reben, Rebkrankheiten  und Schädlingen betrifft. – Der Schlüssel zu einem tollen Wein liegt im Weinberg. Bei einem Biobetrieb macht das 90 Prozent der Qualität aus! Deshalb werden wir weiterhin Neues ausprobieren. Unterstützung erhalten wir dabei vom Bioweinhändler Delinat. Die Schwerpunkte der gemeinsamen Forschungsarbeiten liegen bei der Pflanzenverstärkung, dem Verzicht auf Schwefel und Kupfereinsatz im Bioweinbau und bei der Biodiversität.» Roland Lenz, Iselisberg

Forschungs-
zusammenarbeit
«Wir stehen erst am Anfang unserer Bio-Entwicklung, gerade was die Zusammenhänge zwischen Boden, Reben und Klima oder zwischen Reben, Rebkrankheiten und Schädlingen betrifft. – Der Schlüssel zu einem tollen Wein liegt im Weinberg. Bei einem Biobetrieb macht das 90 Prozent der Qualität aus! Deshalb werden wir weiterhin Neues ausprobieren. Unterstützung erhalten wir dabei vom Bioweinhändler Delinat. Die Schwerpunkte der gemeinsamen Forschungsarbeiten liegen bei der Pflanzenverstärkung, dem Verzicht auf Schwefel und Kupfereinsatz im Bioweinbau und bei der Biodiversität.»
Roland Lenz, Iselisberg

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Hier entsteht das neue Kompetenzzentrum für Bio-Weinbau mit Erlebniskellerei.Bild as

Das «Bio-Weingut mit dem Ozean dazwischen» von Roland und Karin Lenz  in Iselisberg ist 20 Jahre alt geworden. 1994 konnten Roland und Karin Lenz in der klimatisch spannenden Region Iselisberg die ersten Reben erwerben. Sie ergriffen die Gelegenheit und machten sich selbstständig. Roland brach für diesen Schritt sein Oenologiestudium ab und absolvierte berufsbegleitend die Meisterprüfung. Nach und nach wandelten sich die Traubenproduzenten Lenz zu Weinproduzenten. Das Weingut Lenz entwickelte sich zum vielseitigsten selbstkelternden Bioweingut der Deutschschweiz. Heute pflegen sie dank Generationenwechseln 16,5 Hektaren Reben verteilt auf sechs Parzellen, 1,5 Hektaren Biodiversitätsflächen inbegriffen. Rund 80 Prozent dieser biozertifizierten Weinberge liegen im Kanton Thurgau (Uesslingen und Neunforn) und 20 Prozent im Kanton Zürich (Ossingen). Um der grossen Weinnachfrage gerecht zu werden, arbeitet Lenz zusätzlich mit drei benachbarten, ebenfalls biozertifizierten Traubenproduzenten zusammen.
Vielfalt an Weinkreationen
Roland und Karin Lenz haben sich bereits beim Start auf ein vielseitiges Weinsortiment und einen naturnahen Weinbau festgelegt. Vor acht Jahren stellten sie dann ganz auf Biobetrieb um. Heute wird auf dem Weingut Lenz nach Bio Suisse und den weltweit wohl strengsten Richtlinien von Delinat produziert. Rund 30 Prozent der Lenz’schen Rebberge sind mit der einheimischen Traubensorte Pinot Noir bestockt. Wichtigste Weissweinsorten sind Sauvignon blanc, Solaris, Souvignier gris und GF 48-12. Rund 40 Prozent der Rebflächen sind mit pilzwiderstandsfähigen Traubensorten (Piwis) bepflanzt. Aus den 16 Rebsorten werden heute auf dem Wein-
gut  Lenz 25 verschiedene Weine kreiert.
Neues Bio-Kompetenzzentrum

 Trotz engen Verhältnissen herrscht im Betriebsgebäude eine gelöste Stimmung.

Trotz engen Verhältnissen herrscht im Betriebsgebäude eine gelöste Stimmung.

Weil das Betriebsgebäude langsam aus allen Nähen platzt, haben sich Roland und Karin Lenz entschieden, zum 20-Jahr-Jubiläum einen Neubau zu erstellen. Darin soll ein neuer Barrique-Keller für 300 Fässer, ein Kühl- und ein Gärkeller realisiert werden. Es soll aber auch nach dem Vorbild der Schaukäsereien eine «Erlebniskellerei Bioweingut Lenz» entstehen. So erhält Iselisberg und damit auch die Region Frauenfeld eine neue touristische Attraktion. Mit diesem Neubau wollen Roland und Karin Lenz aber vor allem Räume schaffen, die dem Gedankenaustausch unter den Winzern und mit den Konsumenten sowie der Ausbildung des Winzernachwuchses dienen. Neu wird hier ab November jeweils 
für ein Jahr ein Gastwinzer präsentiert. Die Familie Lenz will hier ein eigentliches Bio-Kompetenzzent-
rum erstellen, in dem in Zusam-menarbeit mit dem Bioweinhänd-
ler Delinat und andern auch 
Forschung betrieben wird. Die 
ersten Anlässe sind im Zusam-
menhang mit der Einweihung und dem Jubiläum Ende November 
geplant.
Das neue Gebäude soll dank Erd-sondenheizung mit Wärmepumpe, Photovoltaik und Batteriespeicherung energetisch autonom sein 
und zudem die alten Gebäude mit Energie und Wärme versorgen.

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