Zehn Mitglieder des BranchenverbandesThurgauWein erhielten 2012anverschiedenen Degustationen mit teils internationaler Beteiligung 15 Gold-und 22 Silbermedaillen zugesprochen. 

Der Branchenverband Thurgau Weine (BTW) ehrte Mitte Dezember in der Kartause Ittingen
im stimmungsvollen Prioratskeller sämtliche Winzer aus seinen Reihen, welche im ablaufenden Jahr an Weinprämierungen zu «Gold» oder «Silber» gekommen sind. Zehn BTW-Mitglieder erhielten an verschiedenen Degustationen mit teils internationaler Beteiligung 15 Gold- und 22 Silbermedaillen zugesprochen. Ein schöner Erfolg, der die Vielfalt und die Qualität von Thurgauer Weinen unterstreicht.
Heinz Scheidegger, zurzeit noch Leiter Gutsbetrieb und ab dem Jahreswechsel Prokurator der Kartause, verwies auf die Verwurzelung der Weintradition im ehemaligen Kloster. Heute betreibt die Kartause Ittingen einemoderne Selbstkelterungund -Vermarktung ihrer eigenen Weine.

Kleiner Rebkanton markiert Präsenz

Othmar Lampert, Präsident des BTW, gratulierte den zehn Mitgliedern, welche dieses Jahr Gold- und Silber-Medaillen ergattern konnten. «Die erfolgreichen Betriebe sind für mich wie ‹Leuchttürme› in der hiesigen Rebbauund Kelterungs-Szene, die auch eine Vorbildrolle einnehmen», meinte er. An wichtigen Weinprämierungen teilzunehmen, sei aufwendig und der Erfolg bei der Anmeldung noch ungewiss.
Einer der Wettbewerbe mit Thurgauer Beteiligung war dieses Jahr der 6. «Grand Prix du Vin Suisse» (Schlussgala in Bern), an dem gut 3000 Weine von 600 Produzenten beurteilt worden sind. Von den dortigen Auszeichnungen gingen 14 Diplome (5 Gold, 9 Silber) an ThurgauerWeinerzeuger.

Lobaus berufenemMunde
Der Weinjournalist und neue Chefredaktor des Vinum Schweiz,Thomas Vaterlaus (Zürich), wegen eines Auslandaufenthalts in Ittingen nicht persönlich anwesend, liess es sich nicht nehmen, zumThurgauerWeinbauvon heute eine Standortbestimmung zu verfassen. Unter dem Titel «Auf Augenhöhe mit den Besten» stellt er den hiesigen Weinmachern hervorragende Noten aus. Er schrieb: «Vor allem die individuelle Handschrift der Winzer ist es, welcher wir die heutige Pinot-Vielfalt im Thurgau zu verdanken haben». Sie hätten es in den letzten Jahren so wie nie zuvor verstanden, mit jedemJahrgang zusätzliche
Nuancen aus ihren Terroires heraus zu kitzeln. Noch etwas im Schatten des Pinot erlebe man im Thurgau gegenwärtig «ein eigentlichesWeisswein- Wunder».Alswohl grösste positive Überraschung nennt er
die Entwicklung beim Müller-Thurgau. «So haben die ehemals knochentrockenen Gewächse aus den Nordwest-Lagen am Untersee, die noch immer den biologischen Säureabaudurchlaufen, deutlich
an Finesse zugelegt.» Sie präsentierten sich heute als perfekte Begleiter zu klassischen Fischgerichten. In den wärmeren Lagen am Otten-und Iselisberg wird der «Müller» dagegen ohne Säureabbau abgefüllt.Diese Weine zeigen heute eine solch ausgeprägte Primärfrucht und Frische, die man der Sorte noch vor wenigen
Jahren nie und nimmer zugetraut hätte.

Alle 37 prämiertenThurgau Weine siehe unter www.thurgauweine.ch.

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