Die Zusammenarbeit in der Region Frauenfeld ist in den letzten Jahren intensiviert worden. Die 15 Regio-Gemeinden versuchen immer mehr Probleme gemeinsam anzugehen und zu lösen.

Anna-RitaDutly, Präsidentin der Regio Frauenfeld, und die neue Geschäftsführerin Brigitte Fürer können auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Regio-Jahr zurückblicken.  Es ist das erste Jahr ohne Aadorf. Dieser Abgang hat vor allem finanzielle Auswirkungen. Die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus sind weiter intensiviert worden. Wichtige Projekte wie das Agglomerationsprogramm konnten abgeschlossen, andere weiter vorangetrieben werden. Als wichtigen Schritt in die Zukunft bezeichnet Anna-Rita Dutly die Reorganisation der Geschäftsstelle. Mit Brigitte Fürer ist eine neue Leiterin im Teilzeitamt angestellt worden. Sie koordiniert die ganze Arbeit. Heinz Egli leitet weiterhin das Projekt Agglomerationsprogramm und Daniel Bauer betreut die Schlüsselprojekte Erfolgsfaktoren.

 Aggloprogrammist eingereicht
Das Agglomerationsprogramm Frauenfeld, das sich unter anderem mit der Abstimmung von Siedlung und Verkehr auseinandersetzt, ist unter Dach. Es ist von sämtlichen Gemeinden unterzeichnet und in Bern eingereicht worden. Man hofft nun, dass es hier gut eingestuft wird. Im Zentrum der regionalen Entwicklung steht die Frage: Wie können die ländlichen Gemeinden von der Stadtregion profitieren und umgekehrt? Dass sich kleinere Gemeinden auch künftig entwickeln können und funktionsfähig bleiben, d.h. Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden können, über ein attraktives Wohnangebot und Einkaufsmöglichkeiten verfügen, darauf hat man bei der Ausarbeitung der Massnahmen besonders geachtet. Als weitere Höhepunkte im ablaufenden Jahr bezeichnen Dutly und Fürer den Abschluss des Projektes «Effiziente Gemeinden ». Daraus resultierte die Schaffung des Kulturpools und einer Reihe wiederkehrender Workshops. Stolz ist Die Präsidentin auf die Organisation der Berufsbeistandschaften, welche im Zusammenhang mit dem neuen Kindes und Erwachseneschutzrechts in rekordverdächtiger Zeit auf regionaler Ebene realisiert werden konnte.

Arbeitsreiches Jahr steht bevor
Bereits in diesem Jahr wurde mit der Ausarbeitung eines regionalen Baureglementsbegonnen, an dem sich 13 Gemeinden aus der Region beteiligen wollen. Diese Arbeit mit Vorbildcharakter für den ganzen Kanton soll 2013 zum Abschluss gebracht werden. Der Entwurf liegt vor und geht noch im Dezember zur Vernehmlassung in die Gemeinden und an den Kanton. Geschäftsleitung und Vorstand der Regio hoffen, dass bis Mitte kommenden Jahres ein genehmigtes, für 13 Gemeinden gültiges Reglement vorliegt. In der Pipeline ist ferner das Projekt Spitex. Hier drängt sich eine engere Zusammenarbeit auf, sind doch die kleineren Organisationen immer weniger in der Lage, alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Im Asylwesen will man im kommenden Jahr versuchen, in der Regio einen gemeinsamen Weg zu finden. Im Januar findet dazu eine Input-Veranstaltung statt. Als weiteres Projekt im Rahmen der Schlüsselprojekte Erfolgsfaktoren wird das Projekt «Region für engagierte Seniorinnen und Senioren » in Angriff genommen. Im Bereich Jugend setzt man in erster Linie auf Vernetzung und intensiven Gedanken- und Ideenaustausch. Im Bereich Tourismus wird intensiv am Projekt «Weinbauregion Thur-Seebachtal » gearbeitet.

Die Regio wird wiederum an der Thurgauer Frühjahrsmesse präsent sein. Sie stellt das Projekt «Standorte im Grünen » vor. Hier wird der Fokus auf die Ansiedlung hochwertiger Dienstleistungs-und Gewerbeunternehmen und die Revitalisierung historischer Bausubstanz gelegt.
Der Projekte sindviele, welche die Regio anzupacken gedenkt. Zu einer Knacknuss könnte aber deren Finanzierung werden, denn die 30000 Franken von Aadorf fehlen eindeutig.

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