Ein eiskalter Winter und nasser «Wonnemonat» mit angenehmen Temperaturen, gefolgt von einem trockenen Hitzesommer und goldenem Herbst führten zu hervorragenden Traubenqualitäten.

Herausforderung im Keller Die Traubenqualität 2015 ist hervorragend. Der Zuckergehalt ist sehr hoch. Jetzt gilt es, aus den gesunden, mit vielen Inhaltsstoffen angereicherten Trauben, harmonische Weine zu kreieren. In diesem Jahr ist wegen der hohen Öchslegrade vor allem das Säuremanagement wichtig. Ohne Säure fehlt die Finesse und die gewünschte Aromatik. Im Unterschied zu 2013 konnte dieses Jahr eine gesunde Säure mitgeerntet werden. Wir im Keller freuen uns auf den Jahrgang 2015. Michael Fuchs, GVS-Kellermeister

Herausforderung im Keller
Die Traubenqualität 2015 ist hervorragend. Der Zuckergehalt ist sehr hoch. Jetzt gilt es, aus den gesunden, mit vielen Inhaltsstoffen angereicherten Trauben, harmonische Weine zu kreieren. In diesem Jahr ist wegen der hohen Öchslegrade vor allem das Säuremanagement wichtig. Ohne Säure fehlt die Finesse und die gewünschte Aromatik. Im Unterschied zu 2013 konnte dieses Jahr eine gesunde Säure mitgeerntet werden. Wir im Keller freuen uns auf den Jahrgang 2015.
Michael Fuchs, GVS-Kellermeister

Wie Pablo Nett, Geschäftsführer der GVS-Weinkellerei anlässlich der Produzenten-Einladung aufs GVS-Weinschiff ausführte, war 2015 ein speziell gutes Weinjahr. «Es ist gut, dass wir auch solche Jahre erleben dürfen!» Das Spezielle an 2015 war einerseits, dass die Kirsch-Essig-Fliege (Kef) keine Sorge bereitet hat. Die Problematik an sich sei jedoch noch nicht vom Tisch. Nett gibt sich jedoch zuversichtlich, dass man die Kef mit der richtigen Strategie in den Griff bekommt. Von Schäden wegen des Pilzschutzmittels «Moon Privilege» sei man im Blauburgunderland zum Glück weitgehend verschont geblieben.
Elf Prozent geringere Ernte
Der Hagelzug im Mai in der Region Oberhallau hat gemäss Nett neben der Trockenheit dazu geführt, dass die Ernte gegenüber dem Vorjahr rund elf Prozent geringer ausgefallen ist. Besonders betroffen davon war die Sorte Müller Thurgau. Dafür sei jedoch die Qualität des Traubenguts, das nun vollständig eingekellert sei, hervorragend ausgefallen. «Jetzt ist die Kunst der Kellermeister gefragt.»
Das Rebjahr im Überblick
Kellermeister Michael Fuchs nahm den Faden auf. Er bedankte sich bei den Winzerinnen und Winzern für die einwandfreie Arbeit, die sie in den Reben geleistet haben. Als Kellermeister könne man dieses Jahr nur zufrieden sein, das vor allem nach dem herausforderungsreichen 2014. Das Rebjahr 2015 habe bereits im Winter mit der grossen Kältewelle mit Temperaturen unter minus zehn Grad im Januar/Februar sehr gut begonnen. Die Monate März/April präsentierten sich warm und trocken. Ende April sei bereits der Austrieb der Reben erfolgt. Nicht ganz ins Bild gepasst habe dann der Mai mit seinen Gewittern und vor allem dem Hagelzug am 13. Mai, der den frisch ausgetriebenen Reben arg zugesetzt habe. Ansonsten war der «Wonnemonat» geprägt durch angenehm milde Temperaturen und ergiebige Niederschläge, welche die Vegetationsentwicklung förderte. Die Blütephase zog sich dann von Anfang bis Ende Juni hin, je nach dem, wie eine Region von den Unwettern betroffen war. Dann folgte ein Traumsommer.
Reben lieben die Wärme
Heisses und trockenes Wetter prägte die Zeit ab Juli. Das Thermometer kletterte an zahlreichen Tagen auf über 30 Grad Celsius. Es gab kaum Niederschläge. Im Gegensatz zu andern Kulturen überstanden die Reben die Trockenheit hervorragend. Es zeigte sich, dass tiefgründige Reben die Wärme lieben. Einzig die Jungreben haben darunter gelitten. Der goldene Herbst trug das Seine zu einem überdurchschnittlichen Rebjahr bei

 

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