Der Landwirtschaftliche Genossenschaftsverband Schaffhausen (GVS) konnte anlässlich der Medienkonferenz zum Geschäftsjahr 2014 auf ein positives Landwirtschaftsjahr zurückblicken.

 Auszubildende, Geschäftsführer und  GVS-Präsident  präsentieren die neue Trendlinie.Bilder as

Auszubildende, Geschäftsführer und GVS-Präsident präsentieren die neue Trendlinie.Bilder as

Der Kanton Schaffhausen verfügt gemäss Ausführungen von Hanspeter Kern, Präsident der GVS-Gruppe, über einen professionellen, stark auf Produktion ausgerichteten Ackerbau, eine vielfältige Weinwirtschaft sowie eine gut geführte und strukturierte Viehwirtschaft. 2014 folgte im Kanton Schaffhausen auf einen normalen trockenen Frühling ein für die hiesigen Verhältnisse sehr nasser Sommer. In der Regel gehöre die Region Schaffhausen, zusammen mit dem Kanton Wallis, zu den trockensten Regionen der Schweiz. Das gute Frühlingswetter habe zu optimalen Aufwuchsbedingungen in allen Kulturen geführt. Sowohl beim Getreide als auch beim Raps, den Kartoffeln und den Zuckerrüben zeichneten sich, wie Ugo Tosoni, der Geschäftsührer der GVS Gruppe bestätigte, sehr gute Erträge ab.
Die Schattenseiten
Gerade beim Getreide hätten dann aber die grossen Erträge unter der enormen Sommerfeuchte gelitten. Sie habe zu starken Auswüchsen geführt. So konnte ein Grossteil nicht mehr als Brotgetreide verwendet werden und musste in den Futterkanal umgeleitet werden. Beim Raps sei das Volumen deutlich überschritten worden, das in der Schweiz mit staatlichen Mitteln verarbeitet werden dürfe, was sich auf den Preis ausgewirkt habe. Ähnlich sei es bei den Zuckerrüber ergangen. Hier habe nachträglich eine Preisreduktion in Kauf genommen werden müssen. Bei den Kartoffeln habe die Witterung zu qualitativen Mängeln geführt. Mit der grössten Herausforderung, der Kirschessigfliege, hätten jedoch die Rebbauern und die Verwerter des Traubengutes fertig werden müssen. Kern sprach den Winzern ein Kompliment aus. Sie seien mit dem Schädling sehr professionell umgegangen. Die Weinabteilung der GVS habe zudem ihre Qualitätsstrategie ganz klar durchgesetzt.
Über alles gesehen war das Jahr 2014 nach dem Urteil des GVS ein gutes Landwirtschaftsjahr. Die neue Auslegung der Direktzahlungen, welche die ökologische Seite stärker bevorzuge, habe aber die Schaffhauser Landwirtschaft direkt getroffen.
Einsatz für Berufsnachwuchs
Wie Geschäftsführer Ugo Tosoni ausführte, setzt sich der GVS erfolgreich gegen den drohenden Fachkräftemangel ein. In der ganzen GVS-Gruppe würden zurzeit 62 Lehrlinge in zwölf verschiedenen Berufen ausgebildet. «Wir sorgen dafür, dass wir keinen Fachkräftemangel haben!»
Reaktion auf Euro-Schock
Der Euro-Schock vom 15. Januar 2015 sei beim GVS tief eingefahren. Man habe aber rasch reagiert. Eine erste Analyse habe gezeigt, dass der stärkere Franken bei gleichen Zahlen und Umsatzannahmen massive Auswirkungen habe. Bei einem Budget von 219 Mio Franken mache das rund 12 Mio Franken aus. Man habe das Budget umgehend überarbeitet und ein Kosteneinsparungsprogramm lanciert. Die Auswirkungen seien aber noch nicht überschaubar.

 

Die neue GVS-Trendlinie
W1_SH_004_2506_Box_1spDie Weine der neuen Trendlinie, die an der Medienkonferenz zum Geschäftsjahr der GVS-Gruppe vorgestellt wurde, repräsentieren die Innovation der GVS Weinkellerei, auf im Markt neue oder auch bestehende Trends zu reagieren und so dem Geschmack der Kundschaft anzupassen. Ebenso will man auch selber neue Trends setzen, wie etwa mit den bereits legendären Margrittli und Herzbueb. Es handelt sich um kreative, unkomplizierte junge Weine für Menschen mit modernem Lebensstil. Zu den Trend-Weinen gehören ein Cuvée Weiss (CW), ein Cuvée Rot (CR), ein Cuvée Bianco (BI) und ein Cuvée Nero (CN).

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