Heimat ist dort, wo ich mich zu Hause fühle, es ist ein Zurückkommen an den Ort, an dem meine Liebsten wohnen, es ist aber auch der Ort, wo ich ganz einfach den Abfallsack vor meine Haustüre stelle. Interviews zum Thema: «was bedeutet für dich Heimat», mit zwölf sehr unterschiedlichen Menschen, sorgten zusammen mit anderen Gästen, wie Thomas Götz, Emil Steinberger (per Videobotschaft), Mike Magee, David Angst und Theophil Läppli für Kurzeweile zwischen den Spiel- und Dokumentarfilmen am 2. Volksfilmtag im Cinema Liberty zum Thema «Heimat».

Daniel Felix (Erfinder Volksfilmtag) und Alexandra Beck (Projektleiterin)

Daniel Felix (Erfinder Volksfilmtag) und Alexandra Beck (Projektleiterin)

Alles über «Heimat» konnte am 2. Volksfilmtag im Cinema Liberty in Weinfelden gesehen und gehört werden. Das Kernteam: Daniel Felix, Alexandra Beck, Conny Schmölder, Franziska Schenk und Max Iseli, sorgte für ein unterhaltsames Programm zum Thema «Heimat». Gezeigt wurden klassische Spielfilme, wie «Heidi» mit Heinrich Gretler (1952), «HD-Soldat Läppli» mit Alfred Rasser (1959), aber auch der erfolgreichste Schweizer Spielfilm «Die Schweizermacher» mit Emil Steinberger aus dem Jahre 1976. Speziell freute sich Daniel Felix über die Videobotschaft von Emil Steinberger: «es ist, wie wenn Emil gestern an den Dreharbeiten zu diesem Film mit gemacht hätte und uns nun davon erzählt».

Martin Sax, der ehemalige Gemeindeschreiber von Weinfelden, nahm die Gäste mit auf eine Reise in die Welt der Urgrosseltern mit Geschichten, Anekdoten und Bildern aus Weinfelden. In das Referat eingebunden war der Film über Weinfelden von Ueli Mattenberger, der Filmdokumente aus den Jahren 1927, 1931 und 1948 vereinte. Mit seiner spritzig, frischen Art zog Martin Sax die Zuschauerinnen und Zuschauer voll und ganz in seinen Bann.

Max Iseli, Michael Mente, Martin Sax, Max Vögeli (v.l.n.r.)

Max Iseli, Michael Mente, Martin Sax, Max Vögeli (v.l.n.r.)

Für Kurzeweile sorgten zwischen den Filmen auch Thomas Götz alias Dr. Heinzmann, der sich darüber aufregte, was da für «tradionell, urchige» Filme zum Thema «Heimat» gezeigt werden. Er war der Meinung, dass das Thema viel moderner hätte interpretiert werden müssen und brachte drei Filmeinspielungen zu einer «Heimatkunstinstallation» mit. Die Zuschauerinnen und Zuschauer amüsierten sich köstlich. Für viele Lacher sorgte während dem Apéro auch Theophil Läppli, der mit Sack und Pack, insbesondere seinem Daunenduvet, extra aus Romanshorn an den 2. Volksfilmtag angereist war. Läppli über den 2. Volksfilmtag: «blöderweise bin ich zuerst nach Rheinfelden statt nach Weinfelden gefahren, sonst wäre ich natürlich viel früher hier gewesen».

Ebenfalls für schnell vorbeiziehende Stunden im Kino sorgten Interviews, die Daniel Felix und Alexandra Beck in den letzten zwei Monaten aufgenommen hatten. Alexandra Beck, Projektleiterin des Volksfilmtags meint dazu: «wir möchten unsere Besucherinnen und Besucher nicht einfach nur unterhalten, sondern auch für Gesprächsstoff während und nach dem Volksfilmtag sorgen». D. Felix und A. Beck haben dazu sechs Frauen und Männer gefragt, was für sie Heimat bedeutet. Unter den Interviewten befanden sich dabei beispielsweise: Brigitte Häberli, Carmen Haag, Tanja Kummer, David Angst, Max Vögeli, und andere mehr. Eine der meist genannten Aussagen war: «Heimat ist dort, wo ich mich zu Hause fühle».

Alexandra Beck im Vorprogramm zu einem Film

Alexandra Beck im Vorprogramm zu einem Film

Für heimatliche Gefühle sorgten nebst dem Programm in den Kinosälen auch die Filmstüblicrew. Franziska Schenk die Leiterin des Filmstüblis: «die Kinogängerinnen und Kinogänger haben unser Angebot von einer währschaften Gerstensuppe über die St. Galler Bratwürste und Cervelats bis hin zu einem feinen Stück selber gemachter Zopf oder einer Thurgauer Apfeltorte sehr genossen und haben voll zugeschlagen».

Der 2. Volksfilmtag (www.volksfilmtag.ch) hat wiederum viele Menschen aus nah und fern ins Cinema Liberty nach Weinfelden gelockt. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Besucheraufkommen», meint Alexandra Beck, Projektleiterin. Noch mehr freut sich Daniel Felix: «Wunderbar, wie die Menschen sich an dem Thema erfreut haben und nach den Filmen im Foyer miteinander über das Programm diskutiert haben.». Und obwohl der Volksfilmtag nicht darauf ausgelegt ist, das Kino bis auf den letzten Platz zu verkaufen, war der Ansturm auf gewisse Filme so gross, dass es in teils Sälen kaum Sitzplätze mehr übrig hatte. Daniel Felix: „wir versuchen in Zukunft die Planung für die

Daniel Felix und Dr. Beat Heinzmann (alias Thomas Götz) im Gespräch über Kultur

Daniel Felix und Dr. Beat Heinzmann (alias Thomas Götz) im Gespräch über Kultur

Saalbelegung zu optimieren“.

Der 2. Volksfilmtag ist kaum vorbei und bereits beschäftigt sich das Kernteam mit dem 3. Volksfilmtag, der am 16. Januar 2016 stattfinden wird. Seien Sie gespannt.

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